Aktuelles

Sonntag, 14.Oktober

bis
Sonntag, 6. Januar

Sonderausstellung Märchen und "Allgäuer Sagen"

Holzschnitte von Iris Schmitt
(Illustratorin und Grafikdesignerin)

Leprosenhaus

Zu den wenigen Beispielen mittelalterlicher Sozialgeschichte gehört das Leprosenhaus in der Memminger Straße. Es wurde 1530 ein "Sondersiechenhaus" erstmals erwähnt und ist auf dem Merianstich von 1643 abgebildet, zusammen mit der Leonhardskirche, die 1818 abgerissen wurde. Nach dem Ende seiner ehemaligen Funktion diente es verschiedenen Nutzungen, zuletzt als Obdachlosenunterkunft. Dem Gebäude, das als eingetragenes Kulturdenkmal und wegen seiner heimatgeschichtlichen Bedeutung als "unentbehrliches Zeugnis für die Stadtgeschichte" gilt, drohte 2006 der Abriss. Die Heimatpflege übernahm von der Stadt Ende 2010 das Gebäude im Erbbaurecht und ist dabei, es schrittweise zu sanieren und einer neuen Nutzung zuzuführen. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Erforschung der Spuren des daneben liegenden ehemaligen Friedhofs und der Leonhardskirche.